Beiträge von Weichreite

    Wenn man direkt Strom vom Dach ins Auto zapft, muss man natürlich zur Berechnung der Energiekosten zumindest die Einspeisevergütung zugrunde legen. Da leider nicht das ganze Jahr über ausreichend Strom vom Dach kommt, wird man in den dunklen Monaten auch viel Strom aus dem Netz zukaufen müssen. Bei uns hatte sich über die Jahre zunächst etwa ein Verhältnis von rund 50% Strom vom Dach zu 50% Netzstrom ergeben. So lassen sich die reinen Fahrstromkosten aus dem MIttelwert von Einspeisevergütung und Netzkosten einfach abschätzen: rund 5 Euro pro 100km mit dem MG4, die Teslas liegen etwas über 4 Euro.


    Diese Quote konnten wir durch einen Batteriespeicher etwas verbessern, da nun täglich rund 12kWh vom Tagesertrag zur Verfügung stehen, wenn die Autos abends zurück an die Ladestation kommen. So kommen wir in den hellen Monaten mit dem Strom vom Dach so gerade über die Woche und im Endergebnis liegen wir nun bei rund 2/3 Dachstrom zu 1/3 Netzstrom für die Fahrzeuge.


    Selbst bei dieser fast täglichen Voll-Nutzung des Speichers lässt sich eine Batterie zwar immer noch nicht wirklich kostendeckend betreiben. Es bleibt aber immerhin das gute Gefühl, so viel wie im Moment möglich gegen unnötigen CO2-Ausstoß getan zu haben. Und am Ende ist es auch immer noch deutlich günstiger als ein vergleichbarer Verbrenner, der auf 100km mindestens das doppelte an Spritkosten produziert. Bei insgesamt rund 50.000km/a kommen da bei uns immerhin 2-3000 Euro und rund 6.5to CO2 Ersparnis im Jahr zusammen.

    Ohne hier die Diskussion Tesla vs. MG anheizen zu wollen, würde mich interessieren, weshalb Du einen MG hast und nicht 2 Tesla 🤔

    Ganz einfach: Wir hatten zwischenzeitlich sogar 4 Teslas im Fahrzeugpool, die liefen allesamt pro Jahr so zwischen 30 und 40 tkm völlig problemlos und wurden, wie alle anderen Verbrenner vorher auch, nach rund 100.000 km durch Neufahrzeuge ersetzt.


    Nun wird, Zoom und Konsorten sei dank, bei uns deutlich weniger gefahren, sodass drei Fahrzeuge ausreichen. So wurden zwei Teslas turnusmäßig verkauft und nur einer davon ersetzt. Und aufgrund der sehr günstigen Leasingraten haben wir uns dabei für den MG4 entschieden. Zur Zeit sind also ein Tesla M3LR, ein M3SR und der MG4 übrig, der nächste Tesla wird wohl durch einen BMW i4 ersetzt - SUVs oder Vans kommen bei uns auch als BEV nicht in Frage. Der i4 ist zwar ineffizienter als die M3, hat uns aber aufgrund seiner deutlich ausgereiftenen Aussistenzsysteme überzeugt, Und er hat - wie der MG4 - sogar einen richtigen Blinker-, Wischer- und Fahrtrichtungshebel/Drehknopf. Selbst sowas Selbstverständliches sucht man beim Tesla M3 mittlerweile vergeblich!.

    Ähhmmm, NEIN. ;)

    Tesla ist bei sehr wichtigen Kriterien (auch Software!) mittlerweile einfach nicht up-to-date bzw. nicht (mehr) akzeptabel. So manche Dinge konnten sie sich leisten solange es NUR Tesla gab, die Zeiten sind aber vorbei.

    Ganz konkret: Ich würde meinen MG4 Lux NICHT gegen Tesla M3 tauschen, gegen M3 SR schon gar nicht.




    Ich fahre fast täglich M3 SR/LR Teslas und den MG4 im Wechsel. Insofern würde mich mal interessieren, was genau _Du_ am MG4 besser bzw. im Vergleich am Tesla nicht mehr akzeptabel findest.


    Ich sehe jedenfalls im täglichen Gebrauch - abgesehen von der großen Heckklappe - keinen einzigen Vorteil für den MG4, sondern zum Teil sogar gravierende Nachteile. Gerade die Software und die Assistenten der Teslas sind in der Praxis - trotz aller Schwächen - immer noch wesentlich besser nutzbar als beim MG4. Insbesondere die Ladeplanung des MG ist auf der Langstrecke im Vergleich unterirdisch bis unbrauchbar. Auch bei den Kernkriterien wie Verbrauch und Ladezeiten kann der MG4 nicht mal annähernd mithalten. Der MG4 liegt bei unserem Fahrer- und Streckenmix im Mittel bei rund 17,4kWh/100km, der LR braucht dagegen im Mittel 14.5, der SR liegt bei 13.8kWh/100km. Auf der Langstrecke unterbietet der M3SR den MG4 auch bei den Ladezeiten am Supercharger deutlich, der LR spielt da ohnehin in einer anderen Liga. Und von der komplett missratenen und nervtötenden App des MG4 wollen wir mal gar nicht reden, da liegt er gleich Lichtjahre in der praktischen Nutzbarkeit hinter der immer und ohne jede Eingabe sofort nutzbaren App der Teslas.


    Und wenn man nun noch die Leute fragt, warum der MG4 immer als Letzter vom Hof fährt und ausnahmslos alle die Teslas präferieren, hört man auch Meinungen zu den eher weichen Kriterien, die allesamt zugunsten des Teslas ausfallen: Fahrspaß/Fahrleistungen, wesentlich präziseres Lenkgefühl, sattere Straßenlage, deutlich leiser, etwas besserer Abroll- und Federungskomfort, dröhnt nicht so auf Kopfsteinfplaster, Klimaregelung arbeitet zuverlässiger, Regensensor, bequemere Sitze mit Memoryfunktion für Spiegel, Lenkrad und Sitzstellung für jeden Fahrer schon direkt beim Einsteigen, ...


    Also noch mal, lieber DeJe63, wo genau ist der MG4 besser oder, anders herum, was macht der Tesla im Detail schlechter?

    Danke, stormer20, für Deine Aufklärung, denn Ich habe mich heute auch unwissentlich gemeingefährlich verhalten : bei 33 Grad im Schatten den linken Arm einfach über längere Zeit aus dem Fenster baumeln lassen. So ein Elektroauto ohne Schaltknüppel ist ja auch wirklich eine unwiderstehliche Versuchung. Aber jetzt bin ich ja aufgeklärt und weiß, dass das lebensgefährlich ist. Mache ich also nie, nie, nie wieder. Versprochen. Ganz bestimmt. Nie wieder! Ist ja auch wirklich saugefährlich...


    P.S.: Unsere Nachbarin ist übrigens Contergan-geschädigt. Die hat nur einen benutzbaren Arm. Genau wie mein Opa - Kriegsfolge. Die sind schon seit Jahrzehnten (unfallfrei, versteht sich) einarmig unterwegs. Ist sicher großer Zufall, dass die noch leben und noch niemanden umgebracht haben...

    Wir laden unseren MG4 da, wo wir auch unseren Tesla laden: an den Superchargern. Wir hatten zunächst für den MG4 einen eigenen Account, schon da waren die Tesla-SUCs ohne Abo nutzbar - aber halt zu den etwas höheren Preisen. Nun läuft unser Lux komplett in unserem Tesla-Konto, so kann er sogar unsere Freikilometer aus den diversen Werbeaktionen mit verbrauchen. Solange also in unserem Account noch Freikilometer vorhanden sind, lädt auch der Lux an den Superschargern super schnell und, vor allem, kostenlos!

    Sollten die Strafzölle Bestand haben, kann es gut sein, dass sich der eine oder andere Anbieter chinesischer Autos vom europäischen Markt zurück zieht. Schon jetzt sind viele chinesische E-Autos nicht wirklich konkurrenzfähig, das ist unser Lux ein ganz gutes Beispiel. Zu dessen Kaufpreis bekomme ich z.B. auch ein Model 3 SR von Tesla und das ist unter so ziemlich jedem Kriterium das deutlich bessere Auto: sehr viel sparsamer, viel besser ausgestattet, deutlich bessere Fahrleistungen, Reichweite und Ladeleistung, keine wirklich gute, aber immerhin klar bessere Software, im Ganzen wesentlich ausgereifter und, vor allem, deutlich bessere Widerverkaufswerte.


    Ohne die Dumping-Leasingraten von MG hätten diese Autos keine Chance in Europa, zumal ja im Bereich von etwas über 40.000 Euro ja nach und nach auch andere schöne E-Autos - - und zwar durchaus auch aus Europa - auf den Markt kommen. Wenn nun also durch die Strafzölle die Kaufpreise für MGs massiv weiter steigen, wird MG wohl kaum dauerhaft auf dem Markt bestehen können. Die Chinesen haben zwar schon oft einen langen Atem bewiesen, aber ewig werde auch die Chinesen so ein Dumping nicht durchhalten wollen und können.

    Ich habe das gerade mal mit der Phasenumschaltung in unser Wallbox geprüft: Wenn ich 6A Ladestrom einstelle, fließen einphasig etwa 1.4kW in unseren MG4. Nach dem Umschalten auf 3-Phasen-Betrieb sind es 4.1kW. Damit ist klar: es fließen 6A pro Phase. Damit verhält sich der MG4 normgerecht und nicht anders als die anderen E-Fahrzeuge, die ich bisher an unseren Ladesteckern hatte. Eine Ausnahme gibt es allerdings: bei unserem Tesla kann ich per App den Strom (pro Phase!) bis auf 5A herunterregeln. Per Wallbox klappt das übrigens nicht, weil deren normgerechte PWM-Steuerung das nicht zulässt.


    Noch eine Anmerkung: Derart niedrige Ladeströme sehen zwar für die Resteverwertung (Überschussregelung) der PV-Anlage auf den ersten Blick verlockend aus, sind aber meist nicht wirklich hilfreich. Denn wenn man davon ausgeht, dass während des Ladens so eine E-Karre einen Teil des angebotenen Stroms (meist so zwischen 300 und 400 Watt) für sich selbst verbraucht (also nicht in die Batterie schickt), verschwindet bei einem Ladestrom von 6A einphasig schon rund 1/3 der angebotenen Leistung im Nirwana, bzw. heizt die Atmosphäre auf. Insofern hat die Norm hier schon einen recht sinnvollen Grenzwert definiert.

    Ich hätte die Gratiskarre auch genommen, einer steht in der Garage und lädt überschüssigen Strom vom Dach, der andere ist unterwegs - schon praktisch!


    Allerdings kommt der Neukauf eines MG, zumindest zur Zeit, nicht in Frage. Denn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach nicht, wenn man die Dinger nicht gleich ewig fahren will, denn spätestens beim Wiederverkauf nach ein paar Jahren gibt's garantiert lange Gesichter. Wenn dann MG auch noch hierzulande die Segel streicht und sich komplett vom Markt zurückzieht, wird der Restwert gegen Null gehen. Denn wer kauft schon ein abgerocktes E-Auto ohne Aussicht auf eine adäquate Ersatzteilversorgung. Mir jedenfalls wäre das Risiko selbst bei deutlich gesenkten (Kauf-) Preisen eindeutig zu hoch.


    Als (reiner) Leasingnehmer hingegen muss ich mir über all das keine Gedanken machen, die Juni-Aktion war da schon sehr attraktiv. Nur gibt's da halt keinen zweiten dazu, aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben - und schon mal gar nicht auf lau.