Mich wundert, das die EU nicht längst eine Anzeigetafel wie bei Verbrenner verpflichtend vorgeschrieben hat.
Wenn man das bisherige Preis-Chaos incl. aller jeweils nutzbarer Lade-Apps /-karten, Blockiergebühren und Bezahlmethoden für jeden Ladestandort auf ca. 100m Entfernung lesbar darstellen wollte, müßte jede Anzeigetafel geschätzt die Größe eines Fußballfeldes haben
Vor allem gehört der Roamingwucher regulatorisch gekappt. Bei den Handytarifen ging das ja auch, aber die Stromkartelle scheinen in Brüssel eine mächtigere Lobby zu haben
Habe grade zufällig gesehen, daß an (mindestens) 3 JET-Tanken die klotzigen Flexpole-HPC stehen:
Steilshooper Allee 9, Hamburg
Holländische Straße 59, Kassel
Neusser Landstraße 323, Köln
Diese Dinger rücken für unsere MG4 (bisher) keinen Strom raus - also fahrt dort nur hin, wenn Ihr mal probieren wollt, ob auch Euer MG4 für die Flexpoles ein "BEV non grata" ist!
ich hatte auch schon Fälle wo eine Ladekarte nicht funktioniert hat, und ich eine andere Verwenden musste.
Roaming geht nicht mit jeder Karte an sämtlichen Fremdsäulen. Z.B. in der Ewe-Go-App bekomme ich nicht die Ladepunkte von Mini-CPOs à la Stadwerke Kleinkleckersdorf angezeigt
Beim Lade-Roaming wird man je nach App/Ladekarte und und benutzter "Fremdsäule" bekanntlich mit effektiven Preisen bis weit über 1€/kWh über den Tisch gezogen. Besonders krasse Beispiele faßt der UTuber B.E.N. monatlich zusammen, z.B. hier:
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Womöglich bin auch ich kürzlich in so eine Falle getappt: Bei der Shell-Tanke Ludwig-Erhard-Straße 1 in 56743 Mendig stehen 2 Hypercharger im weiß-gelben Shell-Outfit und dem relativ kleinen Hinweis "powered by EnBW". Hier ein entsprechendes Foto von einer anderen Shell-Tanke:
Da ich Ladekarten u.a. von Shell und EnBW (Hausstromkunden-Vorteilstarif mit 51c/kWh) habe, probierte ich es nach dem Prinzip Hoffnung mit der EnBW-Karte. Die Apps habe ich als Smartphone-Verweigerer nur auf dem Heim-PC und konnte vor Ort nicht sehen, zu welchem Preis ich lade.
Laut Chargeprice hätte ich mit der Shell-Karte den Roamingpreis von 79c/kWh bezahlt und lag mit EnBW = 51c/kWh richtig.
Passend dazu zeigt mir auch die EnBW-App 51c/kWh an, allerdings zeigt mir die Shell-App ebenfalls den Kundenpreis an (59c/kWh). Doch es würde mich wundern, wenn es Ladesäulen gäbe, an denen man mit verschiedenen Ladekarten nur den jeweiligen Kundenpreis bezahlt.
Wenn stattdessen diese "Shell Recharge powered by EnBW"-HPC für EnBW-Kunden als Roamingsäulen gelten, hätte ich 59 - 89c/kWh bezahlt - also im Worst Case 30c/kWh mehr als mit der Shell-Karte. Das würde mich nicht in den Ruin treiben, aber es würde mich ärgern ich werde es erst sehen, wenn ich die April-Rechnungen bekomme.
Wer also unterwegs nicht unnötig teuer laden will, sollte nicht nur auf die Paarung von Lade-App /-karte und Säulen-CPO achten, sondern auch auf eventuelle "kleingedruckte" Infos an den Ladesäulen.