Ich frage mich immer wieder, ob das "Taumeln" der Gelenkwelle im Video von Abreissschraube
einen Defekt zeigt, oder die normale Bewegung von Gleichlauf-Verschiebegelenken.
Da die Meßuhr 3 Zyklen pro Wellendrehung zeigt, gehe ich von einer unvermeidlichen Taumelbwewegung der Welle bei Gleichlauf-Verschiebegelenken aus, die mit größer werdendem Beugewinkel immer stärker wird, und umgekehrt.
Daraus folgt für das Höher- und Tieferlegen von Fahrzeugen: Je mehr die Gelenkwellen nachher "ums Eck" laufen, desto stärkere Vibrationen mit der 3-fachen Raddrehfrequenz werden sie erzeugen. Führt z.B. eine Tieferlegung zu weniger Beugewinkel, dann wird der Wagen danach tendenziell ruhiger laufen.
Bei rechts und links unterschiedlich langen Gelenkwellen und einer Höhendifferenz zwischen Getriebeausgängen und Radlagerachsen wird die kürzere Gelenkwelle immer mit stärkeren Beugewinkeln laufen und daher tendenziell ein stärkeres Taumel-Brummen erzeugen als die längere Welle.
Um den MG4 gegenüber dem Gelenkwellen-Taumelbrummen unempfindlicher zu machen, müßte die Geometrie der Gleichlauf-Verschiebegelenke so verändert werden, daß die Taumel-Auslenkungen verringert werden - oder die Gelenkwellen müssen erleichtert werden, damit das Taumel-Brummen an Energie verliert.
Hier noch einige Links zu Gleichlaufgelenken:
... doch leider habe ich noch keine expliziten Infos über konstruktiv bedingtes Taumeln der Wellen gefunden ![]()